Was Chemie.KI leistet, was es kostet, wie der Einsatz im Unterricht abläuft – und was mit den Antworten Ihrer Lerngruppe passiert.
Was Chemie.KI ist und wer dahintersteht.
Chemie.KI bewertet offene Schülerantworten zu Chemieaufgaben – nicht mit einer pauschalen Note, sondern Kriterium für Kriterium mit Teilpunkten. Zu jedem vergebenen Punkt gehört die Stelle im Antworttext, auf die er sich stützt.
Grundlage jeder Bewertung ist ein Bewertungspaket: eine ausführliche, aufgabenspezifische Anleitung aus Musterlösung, operationalisierten Kriterien, Teilpunkt- und Grenzfallregeln. Die Lehrkraft liest sie, korrigiert bei Bedarf und gibt sie frei. Ohne Freigabe wird nicht bewertet.
Chemie.KI ist ein Forschungsprojekt, keine fertige Schulsoftware. Die geführte Demo zeigt den ganzen Ablauf in wenigen Minuten.
Diese Website wurde von der Abteilung für Didaktik der Chemie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erstellt und wird von ihr betrieben. Mehr Informationen über die Menschen finden Sie hier. Dort finden Sie auch Informationen zu unserer Forschung.
In erster Linie für Chemielehrkräfte, die offene Aufgaben stellen und ihrer Lerngruppe schneller eine begründete Rückmeldung geben wollen. Ein Konto legen deshalb nur Lehrkräfte an – Lernende brauchen keines, sie öffnen einen Test mit einem fünfstelligen Zugangscode.
Auch für die Lehrkräftebildung und für fachdidaktische Forschung ist Chemie.KI einsetzbar. Schreiben Sie uns in dem Fall gern vorher eine E-Mail.
Nein, einen freien Dialog gibt es nicht. Bewertet wird ausschließlich gegen die Kriterien, die Sie freigegeben haben; Anzahl, Reihenfolge und Punktwerte sind technisch fixiert.
Bei jeder Bewertung geht genau das Bewertungspaket der Aufgabe mit – und sonst nichts. So wird jede Antwort einer Lerngruppe am selben Maßstab gemessen statt am Zufall eines Gesprächsverlaufs.
Der vorbereitete Aufgabenbestand stammt aus dem Chemieunterricht der Sekundarstufen – unter anderem zu Aggregatzuständen, Säure-Base-Chemie, Redoxchemie und zwischenmolekularen Wechselwirkungen. Diese Aufgaben bringen ihre Bewertungsanleitung fertig mit.
Eigene Aufgaben sind an diesen Bestand nicht gebunden: Aufgabenstellung, Kriterien und Punktwerte legen Sie selbst fest, zu einem Themenfeld des Bestands oder zu einem eigenen Thema. Systematisch erprobt und ausgewertet ist Chemie.KI bislang aber nur für Chemie.
Was die Nutzung kostet und wie Sie starten.
Ja. Die Nutzung ist für Lehrkräfte und Lernende kostenlos. Es gibt keine Gebühren, keine kostenpflichtige Vollversion, keine Werbung.
Chemie.KI wird derzeit von der AG Chemiedidaktik der Universität Oldenburg finanziert – auch die Kosten, die bei jeder Bewertung durch den Aufruf des Sprachmodells entstehen.
Für die laufende Forschungsphase ja. Chemie.KI ist ein Forschungsprojekt und keine kommerzielle Software; die Finanzierung hängt an der AG Chemiedidaktik. Sollte sich daran etwas ändern, sagen wir es rechtzeitig und nicht rückwirkend.
Als Lehrkraft ja: Aufgaben anlegen, Bewertungsanleitungen freigeben, Tests erstellen und die Klassenauswertung ansehen geht nur mit Konto. Die Registrierung ist kostenlos und braucht Vor- und Nachnamen, eine E-Mail-Adresse und ein Passwort.
Sie erhalten eine E-Mail mit einem Bestätigungslink; danach ist das Konto sofort aktiv, eine Freischaltung von Hand ist nicht nötig.
Ihre Lerngruppe braucht kein Konto.
Ja. Die geführte Demo zeigt den vollständigen Ablauf von der Aufgabe bis zur Klassenauswertung, ohne dass Sie etwas anlegen müssen. Wie eine fertige Rückmeldung aussieht, steht als Beispiel auch auf der Startseite.
Unter Account löschen Sie Ihr Konto selbst. Einzelne Tests samt ihrer Daten entfernen Sie unter „Meine Tests“.
Soll darüber hinaus etwas gelöscht werden, schreiben Sie uns. Ihre Rechte nach DSGVO – darunter Auskunft und Löschung – sind in der Datenschutzerklärung beschrieben.
Von der Aufgabe bis zur Auswertung der Stunde.
In vier Schritten:
Für Aufgaben aus dem vorbereiteten Bestand keine: auswählen, in einen Test übernehmen, fertig.
Für eine eigene Aufgabe brauchen Sie die Zeit, die Kriterien zu formulieren und die erzeugte Bewertungsanleitung einmal gründlich zu lesen. An diesem Schritt hängt die Qualität jeder späteren Bewertung – hier zu sparen, rächt sich bei jeder einzelnen Antwort.
Der Modus entscheidet, wann die Lernenden ihr Feedback bekommen.
Über einen fünfstelligen Zugangscode, den Sie beim Anlegen des Tests erhalten – einzugeben oben in der Navigationsleiste im Feld „Testcode“. Zusätzlich gibt es zu jedem Test einen QR-Code zum Projizieren und einen direkten Link.
Kein Konto, keine Anmeldung, keine Namenseingabe.
Ja. Zu jedem angelegten Test gibt es eine Vorschau („Trockenübung“): Sie bearbeiten ihn einmal selbst und erhalten das vollständige KI-Feedback, aber nichts davon wird gespeichert. Ihre Eingaben zählen weder für die Klassenauswertung noch als Zugang.
Ein Gerät mit Browser und Internetverbindung – Tablet, Laptop oder Smartphone. Installiert werden muss nichts. Die Bewertung läuft auf dem Server; das Endgerät muss nichts leisten außer der Darstellung.
Im Schnitt wenige Sekunden pro Antwort. Das Feedback entsteht während der Stunde, nicht Tage später.
Bewertet wird, was als Text eingegeben wird: Fachbegriffe, Begründungen, Erklärungen und auch in Text geschriebene Formeln und Gleichungen. Zeichnungen, Strukturformeln als Bild und hochgeladene Fotos werden nicht bewertet.
Formulieren Sie Aufgaben für Chemie.KI deshalb so, dass eine sprachliche Antwort möglich ist.
Wie gut die Bewertung ist – und was passiert, wenn sie danebenliegt.
Gut, aber nicht so gut wie eine erfahrene Lehrkraft. In unserer in CHEMKON veröffentlichten Studie erreichte ein trainiertes Modell über 6.351 bewertete Datensätze eine sehr gute Übereinstimmung mit einem von Expert:innen festgelegten Goldstandard. Menschliche Lehrkräfte lagen weiterhin darüber, der Abstand war aber überschaubar.
Ein Sprachmodell ohne diese Vorbereitung ist deutlich schlechter und schwankt bei Wiederholungen erheblich. Die Zahlen, die Methode und die offenen Fragen stehen auf der Seite zur Wissenschaft hinter Chemie.KI.
Nach jedem Modellaufruf wird das Ergebnis gegen Ihre Eingabe geprüft: Anzahl, Reihenfolge, Bezeichner und Punktwerte der Kriterien müssen übereinstimmen. Weicht etwas ab, gibt es genau einen Korrekturversuch – danach bricht der Vorgang mit einer Meldung ab, statt still etwas anderes zu bewerten.
Ebenso wird jede Bewertung nachgerechnet: Teilpunkte dürfen die Maxima nicht überschreiten, und die Summe muss stimmen.
Grenzfälle werden zur Prüfung markiert statt durchgewinkt: In der Klassenauswertung sehen Sie, welche Antworten Sie sich ansehen sollten.
Wenn Sie einer Aufgabe einen eigenen Maßstab mitgeben wollen, können Sie selbst bewertete Antworten als Kalibrierungsbeispiele hinterlegen. Sie stehen bei der Bewertung ausdrücklich über allen allgemeinen Regeln.
Die Bewertung ist ein Vorschlag, keine Entscheidung: Die Punktvergabe verantworten Sie. Weil jedes Kriterium einzeln begründet ist und die belegende Textstelle markiert wird, sehen Sie meist auf einen Blick, wo es klemmt.
Häufigste Ursache ist ein zu unscharf formuliertes Kriterium in der Bewertungsanleitung – die lässt sich korrigieren. Bleibt der Fall unerklärlich, schreiben Sie uns: Solche Rückmeldungen sind für die Forschung besonders wertvoll.
Nein. Eine KI-Bewertung darf für Klassenarbeiten keine Bewertungsgrundlage sein – schon gar keine alleinige. Chemie.KI ist als Lern- und Diagnosewerkzeug gedacht: schnelle Rückmeldung an die Lernenden, Ersteinschätzung, Überblick über die Lerngruppe.
Die Leistungsbewertung bleibt Ihre Aufgabe und muss auf Ihrer eigenen Korrektur beruhen. Die Vorgaben Ihres Bundeslandes bleiben davon unberührt.
In aller Regel ja: Die Bewertung läuft mit bewusst sehr niedriger Variabilität, alle Antworten einer Aufgabe werden gegen dasselbe Bewertungspaket geprüft, und das Ergebnis wird nachgerechnet.
Eine hundertprozentige Garantie gibt es bei Sprachmodellen aber nicht – bei knappen Grenzfällen können identische Antworten in seltenen Fällen unterschiedlich ausfallen.
Was gespeichert wird und wohin die Antworten gehen.
Keine personenbezogenen Daten. Die Teilnahme läuft über den Zugangscode – ohne Konto, ohne Namen, ohne E-Mail-Adresse. Gespeichert werden die eingegebenen Antworten und ihre Bewertung, zugeordnet zum Test, nicht zu einer Person.
Auf der Testseite werden die Lernenden ausdrücklich gebeten, keine persönlichen Angaben wie Namen oder Orte in die Antwort zu schreiben. Weisen Sie in der Stunde bitte noch einmal darauf hin.
Ja – für die Bewertung selbst. Der Antworttext geht zusammen mit dem Bewertungspaket der Aufgabe an die Programmierschnittstelle von OpenAI und kommt als Bewertung zurück. Ohne diesen Schritt gäbe es kein Feedback.
Übermittelt wird nur, was in der Antwort steht: kein Name, keine Kontodaten, keine Zuordnung zu einer Person. Genau deshalb der Hinweis, keine persönlichen Angaben einzutippen.
Wir arbeiten derzeit intensiv an einer Lösung mit lokaler Bewertung, komplett ohne OpenAI - hierüber geben wir Bescheid, sobald unser Server läuft!
Chemie.KI ist ein Forschungsprojekt: Wie gut KI-gestützte Bewertung funktioniert, untersuchen wir an ausgewerteten Bewertungsdaten. Diese Auswertungen erfolgen ohne Personenbezug.
Wenn Sie Chemie.KI im Rahmen einer eigenen Studie einsetzen möchten oder Ihre Schule eine genauere Auskunft braucht, melden Sie sich bei uns – dann klären wir das im Einzelfall schriftlich.
Die Daten liegen auf dem Server von chemie-ki.de. Antworten und Auswertungen bleiben so lange gespeichert, wie sie für Betrieb und Forschung gebraucht werden; Ihre Tests und die zugehörigen Daten können Sie selbst löschen.
Die Einzelheiten – Verantwortlicher, Rechtsgrundlagen, Ihre Rechte und die Aufbewahrung – stehen in Impressum & Datenschutz.
Das entscheidet Ihre Schule beziehungsweise die Vorgabe Ihres Bundeslandes; wir können das nicht für Sie beurteilen. Chemie.KI ist so gebaut, dass für die Teilnahme keine personenbezogenen Daten der Lernenden nötig sind – das erleichtert die Klärung erfahrungsgemäß.
Wenn Ihre Schulleitung oder Ihr Datenschutzbeauftragter eine Auskunft von uns braucht, schreiben Sie uns.
Woran wir arbeiten und wie Sie beitragen können.
Nein, und das steht auch so dran: Die Tests tragen den Hinweis „Testversion“. Chemie.KI wird laufend weiterentwickelt, einzelne Funktionen können sich ändern.
Planen Sie für eine Unterrichtsstunde mit Chemie.KI also einen Plan B ein – so, wie Sie es bei jedem digitalen Werkzeug tun würden.
Sehr gern – schreiben Sie uns eine E-Mail. Hilfreich ist: was Sie getan haben, was Sie erwartet hatten und was stattdessen passiert ist. Bei einer auffälligen Bewertung nennen Sie bitte zusätzlich den Zugangscode des Tests.
Indem Sie Chemie.KI mit einer Lerngruppe erproben und uns sagen, was fehlt. Erfahrungen aus echtem Unterricht sind für die Forschung wertvoller als jede Laborstudie – gerade die Fälle, in denen etwas nicht funktioniert hat.
Konto anlegen und loslegen; wenn Sie lieber erst sprechen möchten, schreiben Sie uns.
Ja, die peer-reviewte Studie ist frei zugänglich: Wilke, T. (2026). Chemie.KI – Automatisierte Aufgabenbewertung durch trainierte KI-Modelle. CHEMKON. doi.org/10.1002/ckon.70016
Eine verständliche Zusammenfassung mit allen Kennzahlen steht auf der Seite zur Wissenschaft hinter Chemie.KI.
Schreiben Sie uns. Wir antworten – und nehmen die Frage bei Gelegenheit hier mit auf.
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